22.04.2021

Beschluss des Haushalts 2021 der Stadt Nittenau

Am 20.04.2021 wurde der Haushalt 2021 in der Nittenauer Stadtratssitzung beschlossen. Der Entwurf wurde einstimmig entschieden.

Im Mittelpunkt der Stadtratssitzung stand Sebastian Heimerl, Kämmerer der Stadt Nittenau, welcher den geplanten Haushalt für 2021 vorstellte. „Im Jahr 2021 ist mit einer Zuführung zum Vermögenshaushalt von 1.042.900 Euro und einem Haushaltsvolumen von 29.794.100 zu rechnen“, erklärte der Kämmerer und stellte die weiteren Maßnahmen genauer vor.

Im Vermögenshaushalt sind für das Feuerwehrwesen 120.000 Euro, für Schulen 799.500 Euro und für die soziale Sicherung 945.000 Euro eingeplant. Weitere Ausgaben von 31.000 Euro entstehen für den Bereich Gesundheit, Sport und Erholung. Für das Bau- und Wohnungswesen wurden 2.114.000 Euro, für die Abwasserbeseitigung 4.100.000 Euro und für wirtschaftliche Unternehmen 1.208.500 Euro kalkuliert. Der Haushalt beinhaltet ferner den Abbruch am Anger 1, die Planungen des Hochwasserschutzes, den Breitbandausbau, den Anbau des Kindergartens St. Josef in Fischbach und weitere diverse Maßnahmen an Schulen in Nittenau und Fischbach.

Der Stadtrat schließt daraufhin einen Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 18.678.00 Euro sowie einen Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 11.116.100 Euro ab. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für unterschiedliche Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen wird auf 6.072.00 Euro festgelegt. Damit ergibt sich ein voraussichtlicher Schuldenbestand von 15.911.064 Euro zum Ende des Haushaltsjahres 2021. Dies bedeutet einen Anstieg zum Vorjahr um 5.510.200 Euro.

„Dieses Jahr stellte uns die Aufstellung des Haushalts aufgrund der uns weiterhin begleitenden Corona-Pandemie vor eine sehr große Herausforderung“, eröffnete Benjamin Boml, erster Bürgermeister der Stadt Nittenau, seine Rede zum Haushalt 2021. „In zwei nichtöffentlichen Haushaltssitzungen wurde von unserem Kämmerer der Entwurf vorgestellt, den wir gemeinsam beraten haben. Alle Zahlen sind hinterfragt und von allen Fraktionen auf Herz und Nieren geprüft worden. Der Verwaltungshaushalt weist mit 18.678.000 Euro einen neuen Rekordstand auf und erhöht sich zum Vorjahr um 1.463.7000 Euro.“ In diesem Betrag sind unter anderem die Sanierung von städtischen Liegenschaft, die Feuerwehren, Kindergärten und Schulen sowie die kulturellen Einrichtungen und das Freibad inbegriffen. Boml ergänzt: „Uns ist vor allem auch die Erschließung von neuem Bauland wichtig, damit junge Familien in unserer geliebten Heimatstadt ein Eigenheim bauen können und in der Region bleiben.“

Michael Prasch, stellvertretender Fraktionssprecher der Freien Wähler, fügt hinzu: „Leider wird sich der Schuldenstand enorm erhöhen. Allerdings werden durch den Haushalt vor allem Pflichtaufgaben der Kommune getätigt. Positiv betrachten wir den Erwerb von Grundstücken, da wir mit einem zügigen Abverkauf rechnen.“ Thomas Hochmuth dankt Benjamin Boml und Sebastian Heimerl für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. „Auch wir sahen keine große Möglichkeit die Zahlen zu schieben. Es ist wichtig, auch in der aktuellen Zeit an Projekten zu arbeiten, damit die Stadt nach Corona gut gerüstet ist“, so der Fraktionssprecher der CSU. Jürgen Kuprath, Fraktionssprecher der SPD-Fraktion, bringt die aktuelle Lage auf den Punkt: „Auch wir haben nach Einsparungen gesucht, was uns allerdings nicht möglich war. Es sollte daran gearbeitet werden, dass das Verschuldungsmaß im kommenden Jahr wieder gesenkt wird. Wir sind zwar arm, aber sexy.“ Die Vorsitzende des Bündnis 90/Die Grünen, Elisabeth Bauer, erwiderte, dass die Ausschussmitglieder vor einer großen Herausforderung standen und sie nun insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden seien.

Abschließend beendet Bürgermeister Benjamin Boml die Besprechung zum Haushalt: „Es wird weiterhin eine schwere Aufgabe für uns alle werden, in den kommenden Jahren den Balanceakt zwischen Schuldenabbau und Weiterentwicklung unserer geliebten Heimatstadt zu beschreiten.“

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