07.05.2022

Das ganze Jahr fröhliches Faschingstreiben

In der neuen Sonderausstellung des Nittenauer Stadtmuseums dreht sich alles um die fünfte Jahreszeit.

Am 04. Mai wurde die neue Sonderausstellung „Die 5. Jahreszeit. Die Geschichte des Nittenauer Faschings“ offiziell eröffnet. Dass der Fasching in Nittenau bereits eine lange Tradition innehat, kann durch das Nittenauer Archiv belegt werden. Dort ist ein Faschingsfoto aus Fischbach aus dem Jahr 1910 zu finden. Der erste Faschingszug fand 1929 statt, noch mit Fuhrwerken, Ochsen und Pferden. Da es zu dem damaligen Zeitpunkt sehr kalt war, sind die BesucherInnen sogar mit Schlitten angereist. Neben den Umzügen und Feierlichkeiten gehören auch die Faschingsbälle zu den alljährlichen Feierlichkeiten. Im Jahr 1964 standen 14 Bälle im Kalender, „heute sind es im Stadtgebiet leider nur noch vier“, erklärte Museumsleiterin Birgit Auburger bei der Ausstellungseröffnung.

Zwar sind die Bälle weniger geworden, die Lust nach Fasching ist aber immer noch so präsent wie früher. „Wir haben die fünfte Jahreszeit in den letzten beiden Corona-Jahren sehr vermisst“, betont Erster Bürgermeister Benjamin Boml, „umso erfreulicher ist es, dass wir nun im Stadtmuseum den Fasching feiern können.“ Zu sehen gibt es dort eine Vielzahl an Bildern der vergangenen Jahre, Faschingskostüme sowie Informationen zu Sitten und Gebräuche.

Ein weiteres besonders Highlight stellte Karl Bley, erster Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Stadtmuseums, der Denkmalpflege und der Heimatkunde Nittenau e.V., vor. Der Verein erhielt dank des „Soforthilfeprogramms Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ eine Förderung in Höhe von knapp 19.000 Euro. Durch die Unterstützung konnten neue digitale Angebote im Museum Nittenau beschafft werden. Im Museumsgebäude sind ab sofort vier Info-Terminals mit kurzen Videos und interessanten Informationen zu finden. Zudem ermöglicht das Projekt „Museum außer Haus – Interaktiver Museumsrundgang“, Wissen aus dem Stadtmuseum an beliebigen Standorten zu vermitteln. Davon können unter anderem EinwohnerInnen von Altenheimen und Pflegeeinrichtungen, die weniger mobil sind, oder Personengruppen mit physischen Einschränkung profitieren. Im Video werden unter anderem Luftaufnahmen, Fotos und Filmclips zu sehen sein. Unter www.nittenau.de/freizeittourismus/stadtmuseum-nittenau ist der Link zum Film zu finden.

Die Sonderausstellung ist ab sofort jeden Mittwoch und Sonntag sowie an Feiertagen von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

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