29.06.2022

Feuerwehrgerätehaus Bergham

Der Stadtrat befasste sich mit der Fragestellung, wie es mit dem Feuerwehrgerätehaus in Bergham weitergehen soll.

Bei der Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans für alle Feuerwehren der Stadt Nittenau wurden unter anderem auch alle Gerätehäuser erfasst und deren Zustände begutachtet. „Es ist bereits bekannt, dass dabei gravierende Mängel beim Feuerwehrgerätehaus Bergham festgestellt wurden“, berichtete Erster Bürgermeister Benjamin Boml bei der Stadtratssitzung am 21.06.2022, „nun müssen wir eine Grundsatzentscheidung treffen, wie in den weiteren Planungen vorgegangen werden soll.“ Es sei notwendig, dass die Mitglieder des Stadtrates abklären, ob ein zentrales Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Nittenau und die Freiwillige Feuerwehr Bergham möglich sei, eine Sanierung mit notwendiger Erweiterung des Gerätehauses in Bergham oder ein Neubau auf einem geeigneten Grundstück angestrebt werden soll.

„Das ist ein sehr weitrechender Beschluss“, betont Jürgen Kuprat, Vorsitzender der SPD-Fraktion, so sei diese Entscheidung für die kommenden 50 Jahre tragend. Er plädierte für einen Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses an einem zentralen Standort, bestenfalls auf der Angerinsel, für beide Feuerwehren unter Beibehaltung der Eigenständigkeit beider Vereine. Ein Grund sei unter anderem auch eine mögliche große Kosteneinsparung. Eine Koalitionsverhandlung zwischen den beiden Feuerwehren solle anschließend Licht ins Dunkle bringen. Albert Meierhofer, CSU, ergänzte, dass zudem bei einer Zusammenlegung Synergieeffekte entstehen könnten.

Benjamin Boml entgegnete, dass es bereits ein Gespräch gab, bei dem sich beide Feuerwehren gegen ein gemeinsames Gerätehaus ausgesprochen haben. Zudem sei die Angerinsel aufgrund des noch nicht vorhandenen Hochwasserschutzes keine Option. Auch für Karl-Heinz Stich, Freie Wähler, komme die Zusammenlegung nicht in Frage. Die Frage des Standortes zeige erhebliche Schwierigkeiten und die Zeit dränge. Stadtratskollege Georg Schmidbauer stimmte ihm hierbei zu: „Beim Hochwasser im Jahr 2002 waren der Marktplatz und die Brauhausstraße vollständig überschwemmt. Die Angerinsel wäre somit kein sicherer Ort für ein Gerätehaus.“

Kreisbandrat Christian Demleitner gab zu Bedenken, dass die städtische Entwicklung nicht außer Augen gelassen werden darf. So könne sich in den nächsten 50 Jahren das Industriegebiet und Wohngebiet, für welche die Feuerwehr Bergham zuständig sei, weiter vergrößern.

Nach einer gemeinsamen Diskussion entschieden sich die Mitglieder des Stadtrates einstimmig dafür, dass erneut ein gemeinsames Gespräch mit den beiden Feuerwehren und weiteren Beteiligten geführt werden soll. Dabei werde der Kreisbrandrat Christian Demleitner als Mentor unterstützen. Hier sollen nochmals die Vor- und Nachteile eines gemeinsamen Gerätehauses diskutiert und abgewogen werden.

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