15.05.2021

Spatenstich zum Breitbandausbau in Nittenau

Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Breitbandversorgung wurden durch einen symbolischen Spatenstich am 11.05.2021 offiziell aufgenommen. Rund 400 Grundstücke werden voraussichtlich bis Ende 2021 mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet sein.

Nach zeitintensiven Planungen, der Durchführung einer Markterkundung sowie einer Bitratenanalyse hat die Stadt Nittenau in Kooperation mit dem Landkreis Schwandorf und der Telekom Deutschland GmbH einen Vertrag zum Ausbau der Breitbandversorgung abgeschlossen. Etwa 400 Grundstücke werden voraussichtlich bis Ende 2021 mit FTTH versorgt sein. Mit der Aktion wird den EigentümerInnen ein kostenloser Glasfaseranschluss bis im Haus und eine schnellere Internetverbindung ermöglich. Förderfähig waren alle Anwesen, die bisland weniger als 30 Mbit/s empfangen haben.

Nachdem der Baubeginn coronabedingt immer wieder verschoben werden musste, eröffnete am 11.05.2021 der symbolische Spatenstich offiziell die Bauarbeiten in Diepenried. Das Stadtgebiet Nittenau ist neben Burglengenfeld und Neunburg vorm Wald in Cluster eins eingeplant. Daher wird in diesem Bereich mit den Bauarbeiten begonnen. Die Trassenplanung sowie die spätere Verlegung der rund 90 Kilometer Kabel werden in enger Abstimmung mit der Stadt vorgenommen, wobei das Leerrohrsystem der Stadt soweit wie möglich genutzt wird. „Innerorts wird gegraben, außerorts nutzen wir alternative Möglichkeiten, wie das Pflügen“, erklärt Christian Gaber, Mitarbeiter der Baufirma RKE. Josef Kaml, Breitbandpate der Stadt Nittenau, ergänzt: „Die Verlegung erfolgt in einer Tiefe von rund 60 Zentimeter. Dadurch sind die Leitungen schneller verlegt und wir kommen mit den Arbeiten schneller voran.“ Die Fertigstellung der 19 Anschlüsse in Diepenried ist noch diesen Sommer geplant. Eine Freischaltung erfolgt ringweise und nach einer Meldung bei der Telekom.

Der Projektleiter der ausführenden Baufirma Ruhland, König & Co. Elektro GmbH, Dipl. Ing. Mario Breuer, sowie das Ingenieurbüro Johann Schindlbeck arbeiten gemeinsam an dem Projekt und sorgen für die Planung sowie Umsetzung der Maßnahmen.

Das gesamte Landkreisprojekt soll im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Für die Stadt ist eine Bauzeit von rund 12 Monaten veranschlagt. Die Stadt kalkulierte für das gesamte Projekt etwa 750.000,- EUR Eigenanteil in den Haushalt ein. Die Maßnahme wird mit 80 Prozent der Gesamtkosten vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur durch das Bundesförderprogramm Breitband bezuschusst.

Die Stadt Nittenau plant neben dem aktuell laufenden Projekt zusätzliche Programme im Bereich des Breitbandausbaus. Unabhängig davon, dass die Fördermodalitäten sehr zeitintensiv und teilweise wahre Bürokratiemonster sind, gehen die Planungen gut voran. Bei der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen im Freistaat Bayern ist die Markterkundung abgeschlossen und das Ergebnis der technischen sowie kommerziellen Analyse ist Mitte Mai zu erwarten. Die weiteren geplanten Schritte sind eine Vorstellung der Ergebnisse sowie eine Abstimmung in einer Sitzung mit den FraktionssprecherInnen. Anschließend wird das Resultat voraussichtlich im Juni bei der Stadtratssitzung präsentiert. Nach der Entscheidung des Gremiums ist der Einstieg in das Auswahlverfahren möglich.

Ein weiteres Projekt stellt das Sonderprogramm zur Förderung von Gewerbe- und Industriegebieten dar. Hier wurde am 31.03.2021 ein Förderantrag eingereicht, welcher aktuell noch aussteht. Zudem startete am 28.04.2021 ein Markterkundungsverfahren, welches noch bis zum 23.06.2021 andauert. Parallel wird eine Informationsvermittlung der UnternehmerInnen im potentiellen Fördergebiet durchgeführt und im Anschluss werden die Ergebnisse der Markterkundung sowie der Informationsermittlung abgeglichen. Nach einer Entscheidung im Gremium ist auch hier der Einstieg in das Auswahlverfahren realisierbar.

In den weiteren Planungen gilt dann auch zu entscheiden, ob in das „Grau-Flecken-Programm“ des Bundeministeriums, mit welchem Anwesen versorgt werden können, die weniger als 100 Mbit/s empfangen, eingestiegen wird. Hier sind jedoch noch die Förder-Szenarien abzuklären.

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