Breitbandbundesprogramm

Breitbandbundesprogramm:

Nach zeitintensiven Planungen, der Durchführung einer Markterkundung sowie einer Bitratenanalyse hat die Stadt Nittenau in Kooperation mit dem Landkreis Schwandorf und der Telekom Deutschland GmbH einen Vertrag zum Ausbau der Breitbandversorgung abgeschlossen. Etwa 400 Grundstücke werden voraussichtlich bis Ende 2021 mit FTTH versorgt sein. Mit der Aktion wird den EigentümerInnen ein kostenloser Glasfaseranschluss bis im Haus und eine schnellere Internetverbindung ermöglich. Förderfähig waren alle Anwesen, die bisland weniger als 30 Mbit/s empfangen haben.

Nachdem der Baubeginn coronabedingt immer wieder verschoben werden musste, eröffnete am 11.05.2021 der symbolische Spatenstich offiziell die Bauarbeiten in Diepenried. Das Stadtgebiet Nittenau ist neben Burglengenfeld und Neunburg vorm Wald in Cluster eins eingeplant. Daher wird in diesem Bereich mit den Bauarbeiten begonnen. Die Trassenplanung sowie die spätere Verlegung der rund 90 Kilometer Kabel werden in enger Abstimmung mit der Stadt vorgenommen, wobei das Leerrohrsystem der Stadt soweit wie möglich genutzt wird. „Innerorts wird gegraben, außerorts nutzen wir alternative Möglichkeiten, wie das Pflügen“, erklärt Christian Gaber, Mitarbeiter der Baufirma RKE. Josef Kaml, Breitbandpate der Stadt Nittenau, ergänzt: „Die Verlegung erfolgt in einer Tiefe von rund 60 Zentimeter. Dadurch sind die Leitungen schneller verlegt und wir kommen mit den Arbeiten schneller voran.“ Die Fertigstellung der 19 Anschlüsse in Diepenried ist noch diesen Sommer geplant. Eine Freischaltung erfolgt ringweise und nach einer Meldung bei der Telekom.

Der Projektleiter der ausführenden Baufirma Ruhland, König & Co. Elektro GmbH, Dipl. Ing. Mario Breuer, sowie das Ingenieurbüro Johann Schindlbeck arbeiten gemeinsam an dem Projekt und sorgen für die Planung sowie Umsetzung der Maßnahmen.

Das gesamte Landkreisprojekt soll im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Für die Stadt ist eine Bauzeit von rund 12 Monaten veranschlagt. Die Stadt kalkulierte für das gesamte Projekt etwa 750.000,- EUR Eigenanteil in den Haushalt ein. Die Maßnahme wird mit 80 Prozent der Gesamtkosten vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur durch das Bundesförderprogramm Breitband bezuschusst.

Stand: 11.05.2021

 

Die Trassenplanung des Cluster 1 Nittenau ist hier zu finden: Trassenplanung

Stand: 11.05.2021

 

Im Rahmen der Stadtratssitzung vom 21.01.2020 wurden von der Breitbandberatung Bayern GmbH die Ergebnisse der Bitratenanalyse (die Entwicklung des Breitbandausbaus für jedes Anwesen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) für die Stadt Nittenau vorgestellt. Nach allen Ausbaumaßnahmen und Aktivierung von Super-Vectoring erhalten 87% der Haushalte mehr als 100 Mbit/s, 81% können mit mehr als 50 Mbit/s surfen, 3 % verfügen über einen Glasfaseranschluss. Die durchschnittliche Bitrate/Haushalt liegt bei 97 Mbit/s. Im derzeit laufenden Bundesförderprogramm erhalten 380 Adressen Glasfaseranschlüsse, dadurch steigt der Glasfaseranteil auf 16 %.

WICHTIG: Die Eigentümer dieser Anwesen erhalten demnächst Informationsschreiben seitens der Stadt Nittenau und der Deutschen Telekom AG mit der Bitte um Rückmeldung, ob ein kostenfreier Glasfaseranschluss gewünscht wird und ob im Zuge dessen die Erlaubnis für die Grabungsarbeiten und Verlegung der entsprechenden Leitungen erteilt wird. Es ist angestrebt, diese Abfrage bis 30.04.2020 durchzuführen. Unabhängig davon kann nur derjenige vom Ausbau profitieren, der entsprechende Verträge mit dem richtigen Anbieter anschließt. Wer sich für einen der neuen Anschlüsse interessiert, kann sich persönlich beim Telekom Shop und im Fachhandel beraten lassen oder sich im Internet unter www.telekom.de/schneller informieren.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen beträgt die durchschnittliche Bitrate/Haushalt 158 Mbit/s. Die Gesamtkosten betragen ca. 7,6 Mio EUR, davon trägt die Stadt Nittenau 1,9 Mio EUR. Im Rahmen einer Vorstellung der Maßnahme durch die Deutsche Telekom AG beim Landratsamt Schwandorf am 18.12.2019 wurde für die Stadt Nittenau folgender Bauzeitplan (96 km Tiefbau, 42 Netzverteiler) für die Umsetzung des Bundesförderprogramm vorgestellt:

Planung und Vorprüfung:  Okt. 2019 – Dez. 2020

Bau, Montage:                    Juni 2020 – Juni 2022

Technik, Dokumentation:  April 2022 – Okt. 2022

Stand: Januar 2020

 

Gigabitrichtlinie

Durch die Gigabitrichtlinie sollen weitere Fördermittel des Freistaats Bayern zur Verfügung gestellt werden, um auch die letzten Gebäude an das Glasfasernetz anzuschließen. Weitere Informationen folgen demnächst.

Stand: Januar 2020

 

Mobilfunk

Darüber hinaus möchte de Stadt Nittenau alle „Funklöcher“ für Mobilfunk erfassen und nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit den Mobilfunkanbietern beheben. Wir möchten deshalb alle Bürgerinnen und Bürger bitte, uns alle Ihnen bekannten Stellen bzw. Ortsteile in unserem Stadtgebiet per E-Mail an josef.kaml@nittenau.de mitzuteilen, in denen kein Mobilfunkempfang möglich ist.

Stand: Januar 2020

 

Weitere Maßnahmen zur Förderung des Breitbandausbaus:

Die Stadt Nittenau plant neben dem aktuell laufenden Projekt zusätzliche Programme im Bereich des Breitbandausbaus. Unabhängig davon, dass die Fördermodalitäten sehr zeitintensiv und teilweise wahre Bürokratiemonster sind, gehen die Planungen gut voran. Bei der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen im Freistaat Bayern ist die Markterkundung abgeschlossen und das Ergebnis der technischen sowie kommerziellen Analyse ist Mitte Mai zu erwarten. Die weiteren geplanten Schritte sind eine Vorstellung der Ergebnisse sowie eine Abstimmung in einer Sitzung mit den FraktionssprecherInnen. Anschließend wird das Resultat voraussichtlich im Juni bei der Stadtratssitzung präsentiert. Nach der Entscheidung des Gremiums ist der Einstieg in das Auswahlverfahren möglich.

Ein weiteres Projekt stellt das Sonderprogramm zur Förderung von Gewerbe- und Industriegebieten dar. Hier wurde am 31.03.2021 ein Förderantrag eingereicht, welcher aktuell noch aussteht. Zudem startete am 28.04.2021 ein Markterkundungsverfahren, welches noch bis zum 23.06.2021 andauert. Parallel wird eine Informationsvermittlung der UnternehmerInnen im potentiellen Fördergebiet durchgeführt und im Anschluss werden die Ergebnisse der Markterkundung sowie der Informationsermittlung abgeglichen. Nach einer Entscheidung im Gremium ist auch hier der Einstieg in das Auswahlverfahren realisierbar.

In den weiteren Planungen gilt dann auch zu entscheiden, ob in das „Grau-Flecken-Programm“ des Bundeministeriums, mit welchem Anwesen versorgt werden können, die weniger als 100 Mbit/s empfangen, eingestiegen wird. Hier sind jedoch noch die Förder-Szenarien abzuklären.

Stand: 11.05.2021