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Regental-Gymnasium offiziell als UNESCO-Projektschule anerkannt

Mit einem feierlichen Festakt wurde das Regental-Gymnasium Nittenau offiziell als UNESCO-Projektschule anerkannt. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Bildung und internationalen Partnerschaften nahmen an der Veranstaltung teil, darunter MdL Tobias Reiß, Erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Staatsministerin a.D. Emilia Müller, Landeskoordinatorin des UNESCO-Schulnetzwerks Bayern, Verena Kuich, und stellvertretend für alle anwesenden Bürgermeister Nittenaus Erster Bürgermeister Benjamin Boml.
In seiner Festrede würdigte Tobias Reiß den langen und anspruchsvollen Weg der Schule bis zur Anerkennung. Nur 36 Schulen in Bayern tragen derzeit den Titel UNESCO-Projektschule. Diese Auszeichnung sei das Ergebnis jahrelanger engagierter Arbeit, zahlreicher Projekte und einer konsequenten Verankerung der UNESCO-Werte im Schulalltag.
Schulleiter Raphael Huber blickte auf die Entwicklung des Regental-Gymnasiums innerhalb des UNESCO-Netzwerks zurück. Bereits seit vielen Jahren orientiert sich die Schule an den Leitlinien der UNESCO. Nach der Mitarbeit auf Landesebene wurde das Regental-Gymnasium 2017 in das nationale Netzwerk aufgenommen. Seit Juni 2025 gehört die Schule nun auch offiziell dem internationalen Netzwerk der UNESCO-Projektschulen an. Dies sei ein bedeutender Meilenstein für die gesamte Schulfamilie. Gleichzeitig betonte Huber, dass die Arbeit mit der Übergabe der Urkunde nicht abgeschlossen sei. Die Anerkennung als UNESCO-Projektschule bedeute vielmehr eine dauerhafte Verpflichtung, Verantwortung zu übernehmen, Haltung zu zeigen und die Werte von Frieden, Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung aktiv zu leben.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Engagements ist die langjährige Zusammenarbeit mit dem Rainbow House of Hope in Uganda. Michael Mwase und Christine Turihamwe waren persönlich nach Nittenau gekommen und berichteten eindrucksvoll von ihrer Arbeit, ihrer Motivation und den bereits erzielten Erfolgen. Die Partnerschaft zwischen beiden Einrichtungen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Baustein der internationalen Bildungsarbeit am Regental-Gymnasium entwickelt.
Ein besonderer Höhepunkt des Festaktes war die persönliche Überreichung der Anerkennungsurkunde durch Landeskoordinatorin Verena Kuich. Sie gratulierte der Schulgemeinschaft zu diesem wichtigen Erfolg und würdigte das außerordentliche Engagement aller Beteiligten.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Schulchor und dem Schulorchester unter der Leitung von Dr. Wolfgang Wagner.
Im Anschluss an den Festakt wurde die internationale Open-Air-Ausstellung „Pictures for the Human Rights“ (P4HR) auf dem Schulgelände feierlich eröffnet. Die Ausstellung macht die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 auf besondere Weise sichtbar. Dreißig Künstlerinnen und Künstler aus zwölf Ländern haben jeweils einen Artikel der Menschenrechtscharta in einem individuellen Kunstwerk interpretiert. Die Werke werden gemeinsam mit den entsprechenden Texten auf großformatigen Bannern präsentiert.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Barbara Willmers-Hillenbrand, die das Projekt aus persönlicher Überzeugung heraus ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit der UNESCO-Projektgruppe des Regental-Gymnasiums wurde die Ausstellung aufgebaut und für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht.
Die Ausstellung ist bis zu den Sommerferien auf dem Pausenhof des Regental-Gymnasiums zu sehen und kann kostenfrei besucht werden. Ziel des Projekts ist es, die Werte der Menschenrechte verständlich, zugänglich und erlebbar zu machen. Die Ausstellung ist barrierefrei gestaltet und bietet über QR-Codes zusätzliche Inhalte in einfacher Sprache, Hörfassungen, Bildbeschreibungen sowie Videos in Gebärdensprache. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben zudem die Möglichkeit, an öffentlichen Führungen durch die Ausstellung teilzunehmen. Diese werden am 7. Juli um 10 Uhr und am 16. Juli um 15 Uhr angeboten. Die Teilnahme erfolgt über die Anmeldung bei der VHS.
„Pictures for the Human Rights“ wurde bereits an zahlreichen bedeutenden Orten gezeigt, darunter im Europäischen Parlament in Brüssel und im Hauptgebäude der Vereinten Nationen in New York. Mit ihrer Präsentation am Regental-Gymnasium verbindet sich die Anerkennung als UNESCO-Projektschule in besonderer Weise mit dem Anspruch, Menschenrechte, Frieden und internationale Verständigung im schulischen Alltag sichtbar und erfahrbar zu machen.





