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Besuch aus Witchita, Kansas
icon.crdate19.05.2023
Kurz vor Ostern ging im Tourismusbüro eine Email von Richard Robl aus Witchita, Kansas, ein, in der er nach einem englischsprachigen Guide mit Fahrzeug fragte, der ihn, seine Frau und seine Schwester am 17. April in Nittenau begleiten sollte, um die Heimat seiner Vorfahren kennenzulernen.
Kurz vor Ostern ging im Tourismusbüro eine Email von Richard Robl aus Witchita, Kansas, ein, in der er nach einem englischsprachigen Guide mit Fahrzeug fragte, der ihn, seine Frau und seine Schwester am 17. April in Nittenau begleiten sollte, um die Heimat seiner Vorfahren kennenzulernen. Richard Robls Urgroßeltern hatten wohl in Nittenau gelebt und waren 1876 mit ihren sechs Kindern, darunter der 1873 geborene Großvater von Richard Robl, nach Amerika ausgewandert.
Die Robls erfüllten sich nun einen langgehegten Traum und unternahmen eine Flusskreuzfahrt durch Europa. Ihren Aufenthalt in Regensburg wollten sie für einen Tagesausflug nach Nittenau nutzen. Leider hatte das Schiff Verspätung, so dass letztlich nur ein paar Stunden übrig waren, in denen unsere Tourismusbeauftragte Ingrid Schindler als private Reisebegleiterin fungierte. Die Anfragen im Vorfeld bei Archiv und Standesamt Nittenau und bei der Gemeinde Walderbach, wo die Urgroßeltern geheiratet hatten, ergaben leider keinerlei Hinweise auf eine Familie Robl. Trotzdem zeigten sich die drei Amerikaner bei einem kurzen Stadtrundgang durch Nittenau sehr beeindruckt von Marktplatz, Storchenturm und Pfarrkirche. Das Highlight brachte ein kleiner Ausflug über Land zur Metzgerei Schwarzfischer in Dieberg. Johannes Schwarzfischer nahm sich die Zeit, dem ehemaligen Metzger Richard Robl seine Metzgerei und moderne Wurstherstellung zu zeigen. Zum Dank überreichte der Besuch ihm einige uralte Wurstrezepte der US-Familie, die vermutlich aus Deutschland stammten.
Anscheinend besaß die Familie Robl vor 1876 die Hälfte eines Hofes „4 miles west of Nittenau“, was vielleicht auf Stefling oder Fischbach hindeuten könnte. Leider reichte die Zeit aber nicht mehr für weitere Recherchen. Falls also jemand diesbezügliche Informationen hat, können diese gerne an das Tourismusbüro gemeldet werden. Denn trotz des nur kurzen Aufenthalts entwickelte sich ein herzlicher Kontakt zu den drei rüstigen und sehr an Deutschland interessierten Senioren und Ingrid Schindler würde ihnen gerne bei ihrer Suche nach den Vorfahren weiterhelfen.





